Mühlrüti (Transkription Nr. 1202)

Schulort Mühlrüti
Konfession des Orts: Katholisch
Signatur der Quelle: BAR B0 1000/1483, Nr. 1458, fol. 40-41v
Standort: Bundesarchiv Bern
Kanton 1799: Säntis
Distrikt 1799: Mosnang
Agentschaft 1799:
Kirchgemeinde 1799: Mühlrüti
Ort/Herrschaft 1750: Fürstabtei St. Gallen
Kanton 2015: St. Gallen
Gemeinde 2015: Mosnang
In dieser Quelle wird folgende Schule erwähnt:
  • Mühlrüti (Niedere Schule, katholisch)

Bericht Uber den Zustand der Schul zu Müllrüthi

I. Lokal-Verhältnisse.
I.1Name des Ortes, wo die Schule ist.

Müllrüthi, ein ort, wo Schul gehalten wird, und Hauptort der Kirchen gemeine, zum Distrikte Mosnang, und Kanton Säntis gehörig.

I.1.aIst es ein Stadt, Flecken, Dorf, Weiler, Hof?
I.1.bIst es eine eigene Gemeinde? Oder zu welcher Gemeinde gehört er?
I.1.cZu welcher Kirchgemeinde (Agentschaft)?

Müllrüthi, ein ort, wo Schul gehalten wird, und Hauptort der Kirchen gemeine, zum Distrikte Mosnang, und Kanton Säntis gehörig.

I.1.dIn welchem Distrikt?
I.1.eIn welchen Kanton gehörig?
I.2Entfernung der zum Schulbezirk gehörigen Häuser. In Viertelstunden.

Schul bezirk in 3 Umkreise, eingetheilt werden.

I.3Namen der zum Schulbezirk gehörigen Dörfer, Weiler, Höfe.

Kann. Jnnerhalb des Umkreises der nächsten viertelstund werden gerechnet:
Langwis, Hulftegg, Kolwis, Bennemos, Tobel, Breitemos, Bechten, Endtenbach, Kilberg, Foderhaus, Grunzenwis, Neühaus, und Uebrach.
Es liegen in diesem bezirk 39 Haüser, und kommen würklich daher in die Schul. 23 Kinder.
Jnnerhalb des 2ten von der 2.ten Viertelstund: Ober und unter Ricketschwendi. Ober und unter Schönnenberg, Ackerwis, Buebleichen, Berlegg Ehrbach, Kechbrunnen, Wogmos, Ebne. liegen 30. Haüser, und kommen 20 Kinder in die Schul. Jnnerhalb des 3ten von 3/4 Stunden: Bruderwald. liegen. 7 Haüser.

I.3.aZu jedem wird die Entfernung vom Schulorte, und
I.3.bdie Zahl der Schulkinder, die daher kommen, gesetzt.
I.4Entfernung der benachbarten Schulen auf eine Stunde im Umkreise.
I.4.aIhre Namen.

Zuweilen wird auch im dreyen, und Wisen welche zum Umkreis der 3ten viertelstund gerechnet werden könnten, und in der Pfarrey Mosnang liegen, Schul gehalten, dazu Gäwil Mosnang und Libingen {Jede} sonsten hätten die Kinder in keine Schul näher oder so nahe, als in jene ihre Gemeine.
Dieser Pfarreyen ist jene eine starke Stund entlegen.

I.4.bDie Entfernung eines jeden.
II.10Sind die Kinder in Klassen geteilt?
II. Unterricht.
II.5Was wird in der Schule gelehrt?

Jn der Schul wird Schreiben, und Lesen gelehrt.

II.6Werden die Schulen nur im Winter gehalten? Wie lange?

Die Schul wird gehalten, wann es am bequemsten zu sein scheint, das die Kinder Kommen können, und es die haüßliche Bedürfniße am ehesten erlauben. ||[Seite 2] Sie daueret in diesen theüren Zeiten 15. Wochen, jenach dem wohlthätige Beylagen {geschehen}. zuweilen auch weniger.

II.7Schulbücher, welche sind eingeführt?

Die Bücher sind A B C. Büchlein (St. Gallische) Katechismus, verschiedene Schriften, geschriebne, und gedruckte, wie sie selbe gewöhnlich mit bringen.

II.8Vorschriften, wie wird es mit diesen gehalten?
II.9Wie lange dauert täglich die Schule?

Und dauret täglich 4 1/2 Stund in langen Tagen 5 stund.

III. Personal-Verhältnisse.
III.11Schullehrer.
III.11.aWer hat bisher den Schulmeister bestellt? Auf welche Weise?

Die Gemeinde bestelt den Schullehrer, welcher heißt Johannes Hollenstein, aus dem Endtenbach, gebohren im Jahr 1765 den 23ten July. verheürathet, hat 3 Kinder, ist bald 11. Jahr in dieser Stelle, ein Schuster seiner Profession, und angestelter Meßmer.

III.11.bWie heißt er?
III.11.cWo ist er her?
III.11.dWie alt?
III.11.eHat er Familie? Wie viele Kinder?
III.11.fWie lang ist er Schullehrer?
III.11.gWo ist er vorher gewesen? Was hatte er vorher für einen Beruf?
III.11.hHat er jetzt noch neben dem Lehramte andere Verrichtungen? Welche?
III.12Schulkinder. Wie viele Kinder besuchen überhaupt die Schule?

Was die Schulkinder anbetrift zeigt sich obige Anzahl. so das 29 Knaben, und 14 Mädchen sind.

III.12.aIm Winter. (Knaben/Mädchen)
III.12.bIm Sommer. (Knaben/Mädchen)
IV. Ökonomische Verhältnisse.
IV.13Schulfonds (Schulstiftung)
IV.13.aIst dergleichen vorhanden?

Die Schul stiftung bestehlt aus den zusamen gelegten Geldern der Hausvätern, und angewachste m n zinsen {Vergabung,} und beträgt nach letzter Rechung 573 fl. 11 xr. Circa.

IV.13.bWie stark ist er?
IV.13.cWoher fließen seine Einkünfte?
IV.13.dIst er etwa mit dem Kirchen- oder Armengut vereinigt?
IV.14Schulgeld. Ist eines eingeführt? Welches?
IV.15Schulhaus.
IV.15.aDessen Zustand, neu oder baufällig?
IV.15.bOder ist nur eine Schulstube da? In welchem Gebäude?

Es ist eine Schulstube in dem Pfarrhof aus dem fallenden Zins, sind die Unkösten wegen selber zu bestreiten.

IV.15.cOder erhält der Lehrer, in Ermangelung einer Schulstube Hauszins? Wie viel?
IV.15.dWer muß für die Schulwohnung sorgen, und selbige im baulichen Stande erhalten?
IV.16Einkommen des Schullehrers.
IV.16.AAn Geld, Getreide, Wein, Holz etc.

Auch dem Schullehrer wochentlich, so lang er Schul haltet, 2 fl. zu bezahlen, besonders, auch wegen anderer Mühwalt, so er das Jahr hindurch wegen den Kindern hat.

IV.16.BAus welchen Quellen? aus
IV.16.B.aabgeschaffenen Lehngefällen (Zehnten, Grundzinsen etc.)?
IV.16.B.bSchulgeldern?
IV.16.B.cStiftungen?
IV.16.B.dGemeindekassen?
IV.16.B.eKirchengütern?
IV.16.B.fZusammengelegten Geldern der Hausväter?
IV.16.B.gLiegenden Gründen?
IV.16.B.hFonds? Welchen? (Kapitalien)
Bemerkungen
Schlussbemerkungen des Schreibers
Unterschrift

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